Wiedergabe-Entzerrung von 78er Schellacks und frühen 33⅓ LPs.

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Diese Seite dient als Bibliothek mit ergänzenden EQ-Kurven für alte Schallplatten die im Effekt Equalizer in der aktuellen Version von Audacity verwendet werden können.
Das hier ist die deutsche Fassung von: Playback equalization for 78 rpm shellacs and early 33⅓ LPs.
 
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Ultraphon.JPG

Die Tonaufnahme auf praktisch jeder Schallplatte ist anders als die ursprüngliche Aufführung. Aus technischen Gründen muss die Frequenzkurve verändert werden, wenn die Platte geschnitten wird. Eine Wiedergabe-Entzerrung (playback equalization, EQ oder Deemphasis) ist erforderlich um die Frequenzkurve des Originals wieder herzustellen. Nur so können Musikliebhaber den originalen Klang der Musik von annodazumal von ihren seltenen Platten genießen.


Contents


Verwendung

Die wichtigsten Entzerrkurven werden in Tabelle 1 gezeigt:

  • Sie können einige davon im Abschnitt EQ-Kurven Bibliothek herunterladen, nach Audacity importieren und sie in Effekt > Equalizer anwenden.
  • Sie können jede Kurve selbst mit dem 78 rpm EQ Curve Generator Plug-in erstellen.
  • Sie können danach die Regler jedes digitalen oder analogen Equalizers von Hand einstellen.
  • Sie können die geeigneten Einstellungen jedes regelbaren, analogen Vorverstärkers festlegen.

Welche Entzerrkurve für das jeweilige Platten-Label erforderlich ist, sehen sie:


Entzerr- oder EQ-Kurven erklärt

Wenn Schallplatten hergestellt werden, wird die Tonaufnahme absichtlich verzerrt, indem die Lautstärke niedriger Frequenzen abgesenkt und die hoher Frequenzen angehoben wird. Diese Schneidkennlinie („pre-emphasis“) ermöglicht es, die Auslenkung der Schneidapparatur bei tiefen Tönen an die Breite der Schallplattenrille anzupassen und verbessert bei hohen Tönen den Rauschabstand zum Abspielgeräusch. Ohne eine solche Schneidkennlinie hätten Basstöne eine so starke Auslenkung, dass der Tonabnehmer der Tonschrift nicht mehr folgen kann und hohe Töne würden im Rauschen untergehen.

Bei der Wiedergabe muss eine zur Schneidkennlinie umgekehrte Wiedergabekennlinie angewendet werden, um wieder das ursprüngliche Klangbild zu erhalten. Das ist die Deemphasis oder „equalization“, kurz EQ.

Moderne Vinyl-Schallplatten verwenden ausschließlich die Schneidkennlinie und die entsprechende Entzerrkurve nach RIAA, einer Norm der Recording Industry Association of America aus den 1950er Jahren. Da aber, bevor RIAA zur Norm wurde, fast jeder Schallplattenhersteller seine eigene Schneidkennlinie verwendet hat, muss für diese 78er Schellacks und frühen Vinylplatten die jeweils richtige Wiedergabe-EQ gefunden und beim Abspielen angewendet werden.

Grundsätzlich ist jede EQ-Kurve eine Kombination von zwei Filter-Charakteristiken: einer Tiefenanhebung, die durch eine Bass-Übergangsfrequenz (den sogenannten “3 dB-Punkt” der Kurve, “bass turnover”) festgelegt ist und einer Höhenabsenkung, die durch eine zweite Übergangsfrequenz definiert ist. Häufig wird die Höhenabsenkung mit dem Wert der Absenkung in dB bei der Frequenz von 10 kHz angegeben als “treble rolloff at 10 kHz”.

Als Beispiel zeigt die folgende Abb.1 den Frequenzverlauf einer Tiefenanhebung, festgelegt durch die Übergangsfrequenz von 500 Hz (bass turnover 500 Hz). Abb.2 zeigt die Höhenabsenkung um -13,7 dB bei 10 kHz (treble rolloff -13.7 dB at 10 kHz) die einer Höhen-Übergangsfrequenz von 2122 Hz entspricht. Abb.3 zeigt den kombinierten Frequenzverlauf, der sich aus diesen beiden Kurven ergibt.


Bass Boost curve

Abb.1: Tiefenanhebung mit “3 dB-Punkt” bei 500 Hz


Treble Cut curve

Abb.2: Höhenabsenkung um -13,7 dB bei 10 kHz


Combined Bass Boost and Treble Cut curve

Abb.3: Tiefenanhebung und Höhenabsenkung kombiniert


Die Wiedergabekennlinie kann auch noch eine Begrenzung der Tiefenanhebung durch ein Shelving Filter (“Kuhschwanzfilter”) beinhalten. Dieses Filter wird bei Schelllaks praktisch nicht verwendet; es wurde erst 1948 mit der Columbia LP Kurve eingeführt. Es verhindert eine übermäßige Anhebung der tiefen Frequenzen (üblicherweise unter 100 oder 50 Hz) wodurch auch tiefe Störfrequenzen (Rumpeln) mitverstärkt werden würden. Abb.4 zeigt die Wirkung eines solchen 50 Hz Shelving Filters, wenn es zu der Kennlinie aus Abb.3 hinzugefügt wird. Das Ergebnis ist die Wiedergabekennline nach der RIAA Norm.


Combined Bass Boost, Treble Cut and 50 Hz LF Shelving curve

Abb.4: Tiefenanhebung und Höhenabsenkung und Bass-Shelving kombiniert


Akustisch aufgenommene 78er Schellacks, also vor den elektrischen Aufnahmen, haben eine völlig unterschiedliche Charakteristik weil sie mit einem anderen Typ von Schneidapparat geschnitten wurden. (Für Einzelheiten siehe Akustische Aufnahmen). In manchen frühen Aufnahme-Kennlinien elektrischer Aufnahmen sind zwar die Bässe wie üblich verzerrt, es ist aber keine Höhen-Absenkung erforderlich – der 10 kHz Rolloff ist also Null.

Bitte beachten sie, dass in EQ-Kurven die tatsächlichen Pegelwerte bei der Bass-Übergangsfrequenz oder bei 10 kHz nicht “3 dB” oder der jeweilige Parameterwert aus der Tabelle sind. Das ist kein Rechenfehler, sondern ergibt sich aus der Addition von bis zu drei Teilkurven und der Normalisierung der Kurve auf 0 dB bei 1000 Hz.

Da es zu Schellack-Zeiten keinerlei EQ Normen gab und auch vielfach keine Aufzeichnungen über verwendete Schneidkennlinien geführt wurden, besteht natürlich bei vielen Platten-Labels eine gewisse Unsicherheit darüber, welche Wiedergabe EQ denn die richtige ist. Die unten stehenden Tabellen wurden aber aus einer Vielzahl von vertrauenswürdigen Quellen zusammengestellt und sollten daher verlässliche Angaben liefern. Ihr Hörempfinden sollte aber immer die letzte Entscheidung haben – “if it doesn’t sound right, it isn’t right!”


Entzerrkurven

Die Aufnahme-Kennlinie der meisten Schallplatten – von Schellacks besonders – war immer durch den verwendeten Schneidapparat und oft auch durch interne Richtlinien der Plattenfirma festgelegt. Beide ließen dem Toningenieur einigen Spielraum für Änderungen um den Klang zu verbessern. Auch wenn Graumann 250 Hz für die Wiedergabe einer EMI vorschlägt und Copeland sich für 300 Hz ausspricht ist das kein Widerspruch. Beide meinen dieselbe Entzerr-Charakteristik aber haben unterschiedliche Ansichten darüber, was am besten klingt. Das soll sie ermutigen, beide Versionen auszuprobieren und dann die zu nehmen, die für ihr Ohr richtig klingt.

Bitte machen sie sich nicht zu viele Gedanken über Zehntel dB! Noch in den 1960ern entsprach eine Genauigkeit von +/- 2 dB völlig der geltenden Norm. In den 1950ern waren +/- 3 dB ein ganz feiner Wert und niemand wird jemals erfahren ob die Tonaufnahme-Ingenieure der 1940er oder 1930er Jahre ihre Kennlinien richtig angewendet haben (wenn sie sie überhaupt angewendet haben!) Daher wird die Schwankungsbreite bei den Aufnahmen alle möglichen Unwägbarkeiten bei der Wiedergabeentzerrung um ein Vielfaches übertreffen.


Tabelle der Entzerr- oder EQ-Kurven

Die wichtigsten EQ-Kurven finden sich in Tabelle 1. Alle Kurven werden aus Sicht einer Wiedergabe-Kurve oder Deemphasis beschrieben, bei der Bässe / niedrige Frequenzen verstärkt / angehoben werden müssen und Höhen / hohe Frequenzen im Gegensatz dazu gedämpft / abgesenkt, damit das ursprüngliche Klangbild wiederhergestellt wird. Die entsprechende Aufnahme-Kurve für das Schneiden der Matrizen ist dazu umgekehrt.

Listen, die von Herstellern der Equalizer-Vorverstärker stammen, können irreführend sein, wenn sie nicht die tatsächlichen Parameter einer Entzerrkurve angeben, sondern nur näherungsweise Einstellwerte des Gerätes. Zum Beispiel hatte das Conductart OWL 1 Sound Restoration Module – ein renommierter Vorverstärker der 1980er – Einstellungen von flat/ 250/ 375/ 500/ 750/ 1000/ RIAA für Turnover und von flat/ 5/ 8.5/ 12/ 14/ 16/ RIAA für Rolloff. Daher wurden für die häufig verwendete Norm “AES 400N-12” Einstellwerte von 375 Hz und -12 dB gelistet; für die “Bartok 629C-16” Kurve waren es 750 Hz und -16 dB und für “LONDON LP 500C-10.5” 500 Hz und -8.5 dB. Diese Empfehlungen wurden von anderen Autoren zitiert oder abgeschrieben und schon waren drei “neue Kennlinien” entstanden.


Tabelle 1 gibt die drei Parameter einer EQ-Kurve an: die Übergangsfrequenz f1 für das Bass Shelving Filter, f2 für die Tiefenanhebung und f3 für die Höhenabsenkung (und alternativ dazu: die drei entsprechenden Zeitkonstanten τ1, τ2 und τ3). Die drei Werte sind zwingend erforderlich, um eine EQ-Kurve zu berechnen oder zu zeichnen, um die richtigen Einstellungen eines digitalen Equalizers festzulegen oder um einen RC-Schaltkreis zusammenzulöten.

Die Pegelwerte an zwei typischen Frequenzen vermitteln einen groben Eindruck davon, was die Kurve bei der Tonaufnahme auf der Platte bewirken wird. Die Frequenzen sind:

  • 50 Hz, wo gewöhnlich das Bass Shelving Filter wirksam wird
  • 10 kHz, weil die Höhenabsenkung ja oft als “rolloff at 10 000 Hz” angegeben wird.


Der sehr anschauliche “Code” ist hilfreich um Missverständnisse zu vermeiden, wenn EQ-Kurven mit unterschiedlichen Alias-Namen benannt werden (was viel zu oft geschieht).

  • Die drei-stellige Zahl am Anfang ist die Übergangsfrequenz der Tiefenanhebung (f2)
  • Der mittlere Buchstabe lautet
N … (“None”) wenn kein Bass Shelving angewendet wird
R … 20 dB (benannt R nach RCA oder RIAA)
B … 18 dB
A … 16 dB
C … 14 dB (benannt C nach Columbia LP Kurve)
X … 12 dB
  • Die Zahl am Ende gibt die Höhenabsenkung oder “treble rolloff” bei 10 kHz an und hat immer ein negatives Vorzeichen. Bitte berücksichtigen sie: das ist nur ein Code und der genaue Wert, nach Normalisierung auf 0 dB bei 1000 Hz, kann davon abweichen.

Dieser Code kann für die richtigen Einstellungen bei den meisten Equalizer-Vorverstärkern verwendet werden.


(Beispiel: “RIAA 500R-13,7” sagt über die RIAA-Kurve, dass die Bassanhebung unterhalb 500 Hz erfolgt und +20 dB nicht übersteigt; sowie dass Höhen bei 10 000 Hz um -13,7 dB abgesenkt werden.)

Die geographische Region und der Zeitraum wurden angegeben um eine begründete Annahme zu einer EQ-Kurve treffen zu können, wenn ein Platten-Label nicht auf der Liste ist. Grundsätzlich waren amerikanische Aufnahmekurven viel entschlossener beim Absenken der Bässe und Anheben der Höhen. Briten und Europäer neigten dazu, Bässe gerade so weit wie erforderlich zu dämpfen und verzichteten oft ganz auf die Höhenanhebung – sie hatten also einen linearen Frequenzgang (“flat”) in den Höhen. Frühe Aufnahmekurven waren recht einfach und zurückhaltend. In den späten Jahren (nach 1945) wurden die Kurven immer ausgefeilter: die dritte Übergangsfrequenz f1 für das Bass Shelving Filter kam hinzu und der Verstärkungsfaktor erreichte Werte bis zu +/- 20 dB.


Tabelle 1: Wiedergabe-Entzerrkurven

Region Timeperiod Curve Name, alias names Time constants Turnover frequencies Bass shelf Bass boost Treble cut Code
τ1 [μs] τ2 [μs] τ3 [μs] f1 [Hz] f2 [Hz] f3 [Hz] [dB] @ 50Hz
[dB]
@10kHz
[dB]
Normal Groove, 78 rpm
Eur., Brit. 1926 - 1946 "European 78", Old Europ.,250,EMI 78 636 250 [5] + 14,4 0 (flat) 250N-0
Eur., Brit. 1927 - 1946 "Blumlein 300" 531 300 [5] + 16 0 (flat) 300N-0
Brit., Amer. 1926 - 1950 "500-FLAT", Blumlein500, Europ.500 318 500 + 19 0 (flat) 500N-0
America 1926 - 1951 "American 78" 636 250 5900* + 14 - 6 250N-6
America 1926 - 1951 "American 78" 636 250 4400* + 14 - 8 250N-8
Amer.(CBS) 1938 - 1948 "Columbia 78" 530 100 300 1592 + 16,7 - 15,0 300N-16
Amer.(RCA) 1941 - 1947 "Old RCA" [4] 199 36,7 800 4340 + 22,2 -9,9 800N-8
Eur., Brit. 1944 - 1956 "DECCA 78", FFRR 78, London ffrr 78 531 25 300 [5] 6366 + 15,4 - 5,7 300N-5.5
Germany 1952 - 1955 "CCIR 78", Recomm. No.134 (1953) [1] 450 50 354 3183 + 17,0 - 10,5 350N-10.5
Eur., Brit. 1955 - end "IEC N78" = "B.S.1928" for N78 only 3180 450 50 50 354 3183 + 16 + 14,0 - 10,5 350A-10.5
Microgroove, 33⅓ and 45 rpm
America 1942 - 1949 NAB (broadcast transcriptions, 1942) 318 100 500 1592 + 20,5 - 15,6 500N-16
America 6/1948 - 1956 "Columbia LP", Col. M33, "LP" [3] 1590 318 100 100 500 1592 + 14,5 + 13,6 - 15,5 500C-16
America 4/1949 - 1958 "NAB", NARTB (standard 1949) [3] 3180 318 100 50 500 1592 + 20 + 17,5 - 15,6 500"B"-16
America 1/1951 - 1958 "AES" (standard 1951) 398 63,7 400 2500 + 18,1 - 12,3 400N-12.3
Amer.(RCA) 1947 - 8/1952 "RCA 45" (45 rpm) [6] 200 75 796 2122 + 22,6 - 13.7 800N-13.7
Amer.(RCA) 1947 - 8/1952 "RCA Old Orthophonic" (33⅓ LPs) [6] 318 75 500 2122 + 19,7 - 13.7 500N-13.7
Amer.(RCA) 8/1952 - pres. "RCA New Orthophonic" 3180 318 75 50,05 500,5 2122 + 19,5 + 16,9 - 13,7 500R-13.7
Amer. (all) ca.1956 - pres. = "RIAA" (US-standard since 1955)
Europe ca.1962 - pres. = IEC No.98 (1955) = B.S.1928 (1955)
Amer., Brit. 1949 - 1956 "LONDON LP" [2] 1590 318 50 100 500 3183 + 13,8 + 12,5 - 10,9 500C-10.5
Germany 1955 - 1962(?) TELDEC (as proposed 1957 for DIN) 3180 318 50 50 500 3183 + 19,3 + 16,5 - 10,9 500R-11
Tabelle1 basiert weitgehend auf Tab.2a von: Heinz O. Graumann, Schallplatten-Schneidkennlinien und ihre Entzerrung, in: FUNKSCHAU 1958 / Heft 15, S. 359 ff
* errechnete Frequenzen, um 6 bzw. 8 dB bei 10 kHz zu erhalten
[1] CCIR wurde von Deutsche Grammophon mit einem 50 Hz Bass Shelving verwendet und entspricht daher IEC N78 [Brice]
[2] Verwendet von britischen Decca und für London/Decca Releases in den USA, meist M33
[3] Gary A. Galo, The Columbia LP Equalization Curve, ARSC conference March 2008; Gary A. Galo, Disc Recording Equalization Demystified, in ARSC Journal, Herbst 1996
[4] Old RCA ist eine der ursprünglichen RCA Kurven für Schellacks. Sie wurde weiterverwendet für 33⅓ LPs von RCA-Victor, Brunswick, Concert Hall, Coral, Decca (Amer.) und Westminster. Die Übergangsfrequenz f3 und die Zeitkonstanten sind aus einer Equalizer-Einstellung 800N-8 errechnete Werte. (Diese Kennlinie wurde im Januar 2017 auf Anregung eines Wiki-Users in die Liste aufgenommen.)
[5] 250 Hz oder 300 Hz sind eher eine Geschmacksfrage, wie in Persönliche Feinabstimmung erklärt wird.
[6] Robert C. Moyer, Evolution of a Recording Curve; in: Audio Engineering, vol.37, no.7, July 1953; S 19-22, 53-54. Rolloff wird häufig zwischen 10 und 12 dB angegeben, aber das „Abflachen” auf ca. 10 dB bei 10 kHz war eine absichtliche Begrenzung in den Höhen, die in der Wiedergabe nicht aufgehoben werden darf. Eine Einstellung von 13,7 dB ist daher richtig!

78 rpm EQ Curve Generator

EQ-Kurven für Audacity können aus der Übergangsfrequenz der Tiefenanhebung (f2) und dem “Rolloff bei 10000 Hz” erstellt werden. Dazu steht die Testversion des Nyquist Plug-ins “78 RPM EQ Curve Generator” zur Verfügung. Das Plug-in kann als Zip Datei von diesem Forum topic heruntergeladen werden. Eine Anleitung dazu ist hier (in englischer Sprache).


EQ-Kurven Bibliothek

Hier finden sie einige nützliche EQ-Kurven als Downloads für Audacity, verwendbar in Effekt > Equalizer. Wie sie EQ-Kurven aus diesem Wiki dem Equalizer ihres Audacity hinzufügen ist hier erklärt.

  • EQ toolbox for 78 rpm shellacs enthält die folgenden neun EQ-Kurven, die natürlich auch einzeln heruntergeladen werden können.

    • 500-FLAT 500N-0: verwendet von britischen Columbia, EMI, His Master’s Voice, MGM und Parlophone zwischen 1931 und 1953. Spätere Releases mit modifizierter Höhenwiedergabe.

    • ‎American 78 – 250N-6/250N-8: Verbreitete Einstellung für viele amerikanische Schellacks. Die Kurve hier ist ein Kompromiss zwischen beiden Varianten mit -7 dB “rolloff”.

    • BBC 2dB/octave: verwendet von kleineren britischen Labels (Aco, Broadcast, Linguaphone, Vocalion, …) von 1926 bis 1933, die ihre Aufnahmen von der BBC nach dem Marconi System mastern ließen.

    • Blumlein300 - 300N-0: Ein britischer Klassiker für Gramophone Company, Decca, Columbia und EMI (1930er – 1944).

    • ‎Columbia 78 – 300N-16 die richtige für amerikanische CBS-Columbia Schellacks (1938 - 1948).

    • Decca 78 – 300N-5.5: Für Decca und London Schellacks mit dem ffrr (full frequency range recording) System. Hier in der Fassung von Copeland/The British Library Sound Archive.

    • European 78 - 250N-0 eine verbreitete Kurve für europäische Schellacks (1926 – ca. 1944), insbesonders für Columbia und His Master’s Voice produziert von EMI (UK), Cetra and Cetra-Soria.

    • Telefunken 400N-0: verwendet von den europäischen Herstellern Ultraphon, Supraphon und Turicaphon ab 1929. In der Folge verwendet von Telefunken – nach der Übernahme von Ultraphon – bis Mitte der 1950er Jahre.

    • Western Electric: Sehr frühe Columbia und Victor Aufnahmen (1926) hatten eine Übergangsfrequenz der Tiefenabsenkung von 250 oder 300 Hz aber ihre Höhen werden als linear (“flat”) beschrieben. Die hörbare Höhenanhebung war wahrscheinlich nur eine Auswirkung von Resonanzspitzen der bei den Aufnahmen verwendeten, frühen Western Electric Kondensator-Mikrophone. Der obige Download ist die Testversion einer Wiedergabe-Entzerrkurve für diese spezielle Mikrophon-Schneidkennlinien-Kombination. Weitere Informationen in diesem PDF.

  • EQ toolbox for pre-RIAA 33⅓ LPs enthält die folgenden sechs EQ-Kurven, die natürlich auch einzeln heruntergeladen werden können.

    • ‎AES – 400N-12: Gedacht von AES (Audio Engineering Society) als Wiedergabenorm für zahlreiche amerikanische Schellacks der 1930er und 1940er. Auch verwendet von vielen Plattenherstellern als Aufnahmekennlinie für N78 und M33 zwischen 1951 und 1958. Empfohlen zur Wiedergabe von Capitol und Capitol-Cetra Aufnahmen mit der “Capitol curve” 400N-12.7 (1951 – 1955).

    • Columbia LP – 500C-16: für Columbia und viele weitere Labels, hauptsächlich 33⅓ LPs (M33).

    • London LP – 500C-10.5: Verwendet bei britischen Decca und für London / Decca Releases in den USA mit dem ffrr (full frequency range recording) System. Meist 33⅓ LPs (1949 – 1956). Hier ist die wahrscheinlichste mehrerer, leicht unterschiedlicher Versionen, die publiziert wurden.

    • NAB – 500B-16: Eine weit verbreitete EQ-Norm der NAB / NARTB (National Association of Radio and Television Broadcasters) die ca. 6 dB stärkere Tiefenanhebung erfordert als Columbia LP.

    • RCA 45 – 800N-13.7: RCA’s EQ-Kurve für deren 45er Platten (1949 – August 1952). Möglicherweise identisch mit Technichord’s “Technichord curve” 800N-12, die dort bereits seit 1938 für 78er Schellacks verwendet wurde. (Update März 2017)

    • RCA New Orthophonic – 500R-13.7, identisch mit RIAA: nicht in dieser Bibliothek, weil bereits als Standardkurve in Audacity’s Equalizer enthalten.

    • RCA Old Orthophonic – 500N-13.7: RCA’s EQ-Kurve für 33⅓ LPs (1950 – August 1952) und für LPs, die von RCA für andere Labels gemastert wurden. Möglicherweise identisch mit “MGM curve” 500N-12, die von MGM verwendet wurde. (Update März 2017)

Alle diese Kurven sind für Audacity 2.1.2 geeignet.

Persönliche Feinabstimmung

In manchen Fällen wird es nicht genügen die passende EQ anzuwenden, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten. Je nach Erhaltungszustand der Schallplatte und ihren persönlichen Hörgewohnheiten können sie eine der folgenden Methoden versuchen:

  • Das 250-oder-300-Hz Dilemma: Ob „European250“ oder „Blumlein300“ verwendet werden soll, ist wohl keine Frage von richtig oder falsch, sondern eine des persönlichen Geschmacks. Im Allgemeinen haben kontinentaleuropäische Autoren 250 Hz bevorzugt (abgeleitet von der ursprünglichen Western Electric Empfehlung) und daher für Decca (Brit. und Europ.), Brunswick, Cetra, Columbia (Brit.), EMI-HMV und Parlophone empfohlen. Der Engländer Copeland zieht 300 Hz vor (abgeleitet von der Kennlinie des Blumlein Schneidstichels): für British EMI, His Master’s Voice und Columbia und ebenso für Odeon. Copeland stellt das so dar: „wenn immer ich im Zweifel bin, dann nehme ich 300 Hz.“ [Copeland, Manual, S 129] Für die von einer solchen 250-oder-300-Hz Kurve abgeleitete „DECCA78“ EQ, die ab 1944 für Schellacks mit dem ffrr-System verwendet wurde, gilt das Gesagte sinngemäß. Sie sollten sich daher ebenso die Freiheit nehmen und die 250-oder-300-Hz Frage nach ihrer persönlichen Hör-Vorliebe entscheiden: 300 Hz bringt eine zusätzliche Bass-Verstärkung bei der Wiedergabe (ca. 1,5 dB bei 50 Hz).
  • Um Störgeräusche niedriger Frequenz zu entfernen, empfiehlt Robinson (MidiMagic) ein Hochpassfilter (Rumpelfilter) mit 100 Hz und 6 dB/Oktave. (Besonders für viele akustische Aufnahmen, die unterhalb 150 Hz nur mehr Nebengeräusche haben, oder für die “long-playing” Schellacks von RCA Victor aus 1931/32). Dieses Filter bewirkt genau das Gleiche wie das Bass Shelving Typ “C” der Columbia LP Kurve.
  • Vadlyd verwendet unterschiedliche Hochpassfilter für amerikanische Victor, frühe britische Decca, EMI, His Master’s Voice und Columbia mit Frequenzen von 40 bis 70 Hz. Sehr ähnlich ist die Empfehlung von Phonomuseum.org. In Audacity können sie mit verschiedenen Einstellungen für “Frequency” und “Rolloff” in Effekt > High Pass Filter experimentieren und das Ergebnis mit “Vorhören” überprüfen.
  • Sämtliche Bass-Shelf-Einstellungen (R-B-A-C-X) von analogen Equalizern können genauso vervendet werden, um niederfrequente Störgeräusche zu entfernen (insbesonders von akustischen Aufnahmen und frühen Schelllacks). Aus genau diesem Grund wurden die zusätzlichen Einstellungen X und A vorgesehen.
  • Ein bekannter Trick der Toningenieure war es, die Bass-Übergangsfrequenz bei besonders langen Aufnahmen anzuheben. Dadurch wurden Bässe stärker abgesenkt, deren Amplituden kleiner und die notwendige Rillenbreite reduziert. So konnte die gegebene Spieldauer eines Stückes in den gegebenen Platz auf der Platte hinein gequetscht werden. Wenn eine Plattenseite mit Rillen bis zum letzten Platz gefüllt ist, dann kann eine höhere Bass-Übergangsfrequenz nötig sein, um den originalen Klang wieder herzustellen. Beispiel: Colosseum [ES]
  • Um schwache Bässe auf manchen 45er-Platten (besonders EPs – Extended Play) zu verbessern, verwendet Esoteric Sound bei der Wiedergabe eine höhere Übergangsfrequenz der Tiefenanhebung als die der Aufnahme. Zum Beispiel 700 Hz statt der “richtigen” 500 Hz. Das gibt eine sanft einsetzende, zusätzliche Bassverstärkung, die bei 50 Hz etwa 4 dB erreicht.
  • Um das Abspielgeräusch bei frühen amerikanischen Columbia, Victor und RCA-Victor zu reduzieren, empfiehlt IASA ein zusätzliches Tiefpassfilter von 5500 oder 5200 Hz mit 6 dB/Oktave. Dies vermindert die Höhen bei 5000 Hz um 3 dB und bei 10000 Hz um 9 dB – und damit hoffentlich auch das meiste Rauschen.

Hinweise für Analog-Puristen

  • Rauschen und Störgeräusche in den hohen Frequenzen bei alten, abgespielten Platten:

Beim Digitalisieren solcher Aufnahmen mit Audacity wird Effekt > Rauschenverminderung gute Arbeit leisten um den Klang zu verbessern – ein für alle Mal! Wer eine rein analoge Wiedergabe über einen einstellbaren Vorverstärker bevorzugt, hat bei jedem Abspielen aufs Neue die Möglichkeit den Klang zu verbessern. Dazu kann der Frequenzbereich der Störgeräusche abgesenkt / gedämpft werden. Ein höherer Wert für Rolloff bei 10 kHz als bei der „richtigen EQ“ wird ein besseres Ergebnis liefern als ein gewöhnlicher Höhenregler – aber: auch das geht auf Kosten der hohen Frequenzen im Audio selbst.

  • Dumpfer, lebloser Klang:

Sie können ja bei Platten jeder Geschwindigkeit schwachen Bass verbessern, indem Sie eine höhere Bass-Übergangsfrequenz wählen als die „richtige EQ“ empfiehlt. Dann wird ein willkommener Nebeneffekt eintreten: eine milde Anhebung der mittleren Frequenzen. Das kann dann Leben in die wichtigsten Oktaven eines Musikstückes bringen, indem die Wiedergabe von Instrumenten und Singstimmen verbessert wird.

  • Das wertvollste, das SIE beitragen können um diese Seite zu verbessern, ist dass sie Ihr Wissen über EQ-Kurven und deren Anwendung mit uns teilen. Wenn sie vertrauenswürdige Informationen darüber haben, welches Platten-Label welche Schneidkennlinie verwendet hat, dann lassen sie uns das bitte wissen!
  • Bitte geben SIE uns Feedback zu dieser Seite! Was hat gut funktioniert – und was nicht? Was war einfach umzusetzen – und was war verwirrend?
  • Als Feedback schreiben Sie uns bitte ein Email (bitte möglichst auf Englisch). Wenn sie bereits einen Account auf diesem Wiki haben, dann können sie ihren Kommentar auch direkt auf der Talk Page dieses Beitrages posten.

Akustische Aufnahmen und Rundfunk Aufnahmeplatten

Akustische Aufnahmen (vor 1926) gehen über den Rahmen dieser Seite hinaus. In diesen Pionierjahren gab es Umdrehungszahlen von 70 bis 90, die Tonschrift in der Plattenrille konnte Tiefenschrift oder Seitenschrift oder eine Kombination von beiden sein und einzelne Platten waren von innen nach außen zu spielen. Ein spezielles Laufwerk und eine Auswahl von Tonabnehmern und Nadeln sind unerlässlich.

Alle akustischen Aufnahmen erfolgten ohne Schneidkennlinie, einfach deshalb, weil eine Veränderung des Klangbildes unmöglich war, bevor elektrische Mikrofone und Verstärker in Verwendung kamen. Dennoch gibt es gegensätzliche Meinungen über das Ergebnis:

Mehrere Autoren behaupten, dass das akustische Aufnahmeverfahren eine inhärente mechanische Entzerrung hatte, die – innerhalb des beschränkten Frequenzbereiches von etwa 150 bis 4000 Hz – zu einer Charakteristik konstanter Schnelle führte, wie man sie nur von einem elektromagnetischen Schneidkopf erwarten würde. Bei Wiedergabe mit einem magnetischen Tonabnehmer müsste die Platte dann „flat“ gespielt werden. Bitte beachten sie, dass die akustische Aufnahmecharakteristik überhaupt nicht kompensiert wird.

Nach Robinson muss eine akustische Aufnahme eine Charakteristik mit konstanter Auslenkung haben, die nur mit einer Grammophonnadel oder einem piezo-elektrischen Kristalltonabnehmer richtig wiedergegeben wird. Ein magnetischer Tonabnehmer wird – wegen seiner konstanten Schnelle – die Amplitude verdoppeln wenn sich die Frequenz verdoppelt. Um diese Wirkung des magnetischen Tonabnehmers auszugleichen, empfiehlt MidiMagic eine „800N-16“ Entzerrkurve, die der theoretischen Charakteristik eines Wandlers mit konstanter Schnelle nahekommt. Bitte beachten sie, dass die akustische Aufnahmecharakteristik überhaupt nicht kompensiert wird. Weitere Informationen zu akustischen Aufnahmen in Platten-Labels und in technischer Hintergrund.

Kolkowskis Ergebnisse seines Reenactments einer akustischen Aufnahme-Session zeigen, dass Bässe eine kräftige Anhebung benötigen, wenn die Verluste im Aufnahmehorn (hier unter 400 Hz) ausgeglichen werden sollen. Parametrische EQ kann bei den Eigenresonanzen eingesetzt werden. Höhen sollten verstärkt (!) werden um die Verluste im Schneidwerk zu kompensieren. Wegen der individuellen Eigenschaften (sprich: Schwächen) des Aufnahmehorns und des Schneidkopfes kann es keine „allgemeine Aufnahmecharakteristik“ akustischer Platten geben und daher auch keine allgemeine EQ.


MidiMagic hat nützliche Informationen über klassische Platten-Labels wie Edison, Berliner, Pathé oder Zonophone und Empfehlungen für deren Wiedergabe.

Wissenschaftliche Hilfe zum Umgang mit historisch wertvollen Aufnahmen bei IASA (International Association of Sound and Audiovisual Archives) und bei ARSC (Association for Recorded Sound Collections).

Rundfunk Aufnahmeplatten - Broadcast Transcription Discs – sind ebenfalls nicht Schwerpunkt dieser Seite. Das waren bespielbare Wachs- oder Lackplatten, meist mit 16 Zoll Durchmesser, mit 33⅓ oder auch 78 U/min abzuspielen. Sie waren im professionellen Einsatz bei Rundfunkstationen. Weitere Informationen in diesem PDF.

In Amerika wurden viele dieser Platten nach der Norm der National Association of Broadcasters (NAB) von 1942 aufgenommen. Genau die gleiche Schneidkennlinie war bereits von NBC unter dem Namen “Orthacoustic” seit Mitte der 1930er verwendet worden. Diese “NAB Transcription (1942)” Wiedergabe EQ kann hier heruntergeladen werden.

British Broadcasting Corporation (BBC) verwendete eine recht ausgefallene Kennlinie als Firmen-Standard. Die nach 1949 vorwiegend verwendete Version wurde nach Longford-Smith’s Beschreibung aus dem Jahr 1952 als Audacity EQ-Kurve “BBC Transcription (1949)” angelegt und kann hier heruntergeladen werden.

78er Schellack-Labels und ihre EQ

Dieser Abschnitt dreht sich um elektrische Aufnahmen nach 1925 auf 78er Platten aus Schellack! Die Erfindung der elektrischen Aufnahmetechnik (“Electrical Recording System”) durch Bell Laboratories und Western Electric und die Vergabe der Lizenzrechte an die Branchenführer Columbia Records und Victor bewirkte de facto eine Standardisierung: Drehzahl war immer 78 U/min, die Tonschrift war immer die Seitenschrift (wie bei späteren Mono-LPs) und die Rille war immer eine breite Normalrille (“normal groove”, “coarse groove”). Daher werden Schellacks gelegentlich als N78 bezeichnet (Normalrillen-Platte mit 78 U/min). Ein Plattenspieler-Laufwerk mit 78er Geschwindigkeit wird zweckmäßig sein. Sie benötigen weiters einen MONO Tonabnehmer mit einer 2.5 mil Nadel mit 64 μm Spitzenverrundung, für frühe elektrische Aufnahmen besser außerdem eine mit 3 mil (76 μm) und dieses Audacity Wiki!

Es wird hier vorausgesetzt, dass sie ihre Platten “flat”, also ohne analoge Wiedergabe-Entzerrung einspielen und dass sie die erforderliche Wiedergabe-EQ nach erfolgter Digitalisierung in Audacity’s Effekt > Equalizer anwenden.

In den Fällen, in denen die Angaben zur Wiedergabeentzerrung nicht übereinstimmen, werden diese unterschiedlichen Meinungen in der Liste aufgeführt und sie sollten die Entscheidung nach Gehör treffen.


Tabelle 2: 78er Schelllack-Labels und ihre EQ

Label Remarks Curve Name Code turnover
bass [Hz]
bass
shelf
treble rolloff
[dB @ 10kHz]
Source
_Electrical 78's (general) 1925-1938 300 0 ES
_Electrical 78's (general) 1932-1938, mid 30s 500-FLAT 500N-0 500 0 ia,ES,JP,RF
_Electrical 78's (general) 1938-1946 300 or 500 0 or -5 ES
_Electrical 78's (general) 1947-1954 300 or 500 -16 ES
Aco 1926 - 1933, British, with M in a circle BBC 2dB/oct. PC
Aeolian-Vocalion 1926 - 1933, British, with M in a circle BBC 2dB/oct. PC
ARC American Record Corporation = Cameo + Pathé + Plaza Group; 1929 - 1930 500 0 or -5 PC,JP
ARC American Record Corporation; 1930 - 1939 (some early also 500-5) 500 -8.5 JP
Argo American 78 250N-6 250 -6 mm
Ariel 1925 - 1931, British, with Δ after matrix no. or with W in a circle [W.E.] 250 W.E.mike PC
Artist 500 -16 ES
Audiophile 1952 - 1955, 78 rpm microgroove (!) records, up to AP-30; may also be replayed with "flat" treble Audiophile78 300N-8 300 -8 RH,Mc,AT
Autograph Marsh Laboratories, ca. 1924 - 1926 1000 0 ES,JP
Banner 1926 - 1929, an ARC label from 1929 500 0 JP
Balkan 500 -5 ES
Beltona 1926 - 1933, from cat. 1194 to 1282, with M in a circle BBC 2dB/oct. PC
Beltona 1944 - 1955, ffrr, prod. by Decca UK, Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 PC
Bluebird sublabel of RCA, see: RCA-Victor
Bluebird 1925 - 1931, with VE in an oval or "Orthophonic Recording" or with Δ after matrix no. (recorded in Europe) [W.E.] 250 W.E.mike PC
Broadcast (American) American 78 250N-6 250 -6 mm
Broadcast (American) 1940s 500 -12 JP
Broadcast (British) 1926 - 1933, with M in a circle BBC 2dB/oct. PC
Brunswick (American) 1925 - 1930 500-FLAT 500N-0 500 0 ia,JP,RF,PC
Brunswick (American) 1929 - 1935, an ARC label from Dec 1931 to 1940 500 -5 JP
Brunswick (American) 1935 - 1939 500 -8.5 JP
Brunswick (American) 1946 - 1951 or 1954, a Decca (Amer.) label since 1941 630N-? 629 -8 or -12 ES,mm
Brunswick (British) 1925 - 1944, a Decca label since 1932; see: Decca (Brit.) European 78 250N-0 250 0 ES,GH
Cameo 1926 - 1929, probably W.E.; an ARC label from 1929 [W.E.] 250 0/W.E. JP
Capitol earliest 78s 1000 PC
Capitol 1942 - 1953; Capitol founded in 1942; since 1954 => RIAA Capitol [CAP] 400N-12.7 400 -12.7 ia,ES,mil,JP,Mc
Capitol 1942 - 1951 American 78 250N-8 250 -8 mm
Capitol to 1954 800 -10 ES
Capitol / Capitol Cetra 1951-1955 Capitol [CAP] 400N-12.7 400 -12.7 mm
Capitol - Telefunken 500-FLAT 500N-0 500 0 ES,mil
Capitol (British) 1944 - 1955, "ffrr", prod. by Decca UK, matrix prefix DCAP Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 PC,JP
Cetra founded 1930s by RAI, Italy European 78 250N-0 250 0 GH
Cetra-Soria founded 1949, Cetra prod. in US European 78 250N-0 250 0 mm
Chappell 1931 - 1944, British, with © before matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Coliseum 1926 - 1933, British, with M in a circle BBC 2dB/oct. PC
Columbia (American) 1925 - 1931 (some -1934) [W.E.] 200 - 250 -5 / W.E. AT,ES,mil,ia,JP
Columbia (American) 1931 - 1937 American 78 250N-8 250 -8 AT,mm,JP
Columbia (American) 1939 - 1956; "Columbia Rec." a CBS label since 1938; from 1955 change to RIAA Columbia 78 300N-16 300 -16 ia,GH,ES,mil,mm, JP,Mc,AT
Columbia (British) 1925 - 1931, with W in a circle [W.E.] 250 W.E.mike PC
Columbia (British) 1931 - 1953, an EMI UK label from 1931 European 78 250N-0 250 0 ia,GH,ES,JP,RF
Columbia (British) 1931 - 1944, with © before matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Columbia (British) 1932 - 1949, with W in a circle or matrix prefix W (US COL/OKeh reissues) 500-FLAT 500 0, later -12 PC
Columbia (British) 1949 - 7/1953, EMI UK, matrix nos. from CA22600 to CA22610, and at CAX11932 500-FLAT 500N-0 500 0 PC
Concert Hall 500 -5 ES
Coral 1948 - 1954 629 -12 ES
Coral 1948 - 1953, sublabel of Decca US; from 1953 => RIAA AES 400N-12.3 400 -12.3 JP
Decca (American) 1934 - 1937, (Decca US established in 1934) American 78 250N-8 250 -8.5 JP
Decca (American) 1937 - 1946 ca AES 400N-12.3 400 -12.3 ia,JP,RF
Decca (American) pre 1946, imports from Britain? Blumlein300 300N-0 300 0 ES
Decca (American) very few, to try a combination of 500Hz / 6300 Hz 500N-5.5 500 -5,5 mm
Decca (American) 1946 - 1951, if labeled "ffrr" Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 mm
Decca (American) 1946 - 1954 (??? 629 Hz ???) 629 -12 ES
Decca (American) 1951 - 1953, from 1953 => RIAA AES 400N-12.3 400 -12.3 mm
Decca (British) 1929 - 1944 European 78 250N-0 250 0 ES,mm
Decca (British) 1935 - 1944, matrix up to DR8485-2; test disc: Decca EXP55 or Z718 Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Decca (British) 1944 - 1955, ffrr, cat. nos. from F.8440, K.1032, M.569 and X.281 (some exceptions); matrix nos. 8486 to 18000; test disc: Decca K.1802, London T.4996 Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 PC,ES,mm,JP
Decca (British) some 1949-1956 London LP 500C-10.5 500 C -10,5 mm
Decca (European) to 1944 European 78 250N-0 250 0 mm
Decca (European) 1944-1950 Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 ES,mm
Decca (European) 1950-1954, (Telefunken + Decca UK = TELDEC since 1950) Telefunken 400N-0 400 0 mm
Decca (European) some 1954-1962 CCIR 78 350N-10.5 354 -10,5 mm
Deutsche Grammophon alias "DGG", taken over by Telefunken 1937 300 -5 ES,mil
Deutsche Grammophon 1944 ca. - 1953 ca. (???) European 78 250N-0 250 0 PC
Dial 78s used same EQ as 33⅓ and 45s Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mil
Domino 1926 - 1929, an ARC label from 1929 500 -5 JP
Dot to 1958 AES 400N-12.3 400 -12.3 mm
Electrola 800 -10 ES,mil
EMI-HMV (British) some, re-releases of acoustics mastered 1909-1926 800N-12 800 -12 mm
EMI-HMV (British) 1927 - 1953 European 78 250N-0 250 0 GH,ES,mil,mm
EMI-HMV (British) 1931 - 1944, with □ after matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
EMI-HMV (British) 1931 - 1949, with ◊ after matrix no. 500-FLAT 500 0, later -12 PC
EMI-HMV (British) 1931 - 1953, (test disc HMV DB4037) European 78 250N-0 250 0 ia,ES,mil,JP,PC
EMI-HMV (British) 11/1943 - 7/1953, matrix nos. from 2EA17501 to 0EA17576 European 78 250N-0 250 0 PC
EMI-HMV (British) 1955 - end, test disc: EMI JGS812, BBC DOM86 CCIR 78 350N-10.5 354 -10,5 PC
Exclusive 1944 - 1949 Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 mm
Gramophone Company 1925 - 1931 UK, with Δ after matrix no. [W.E.] 250 W.E.mike PC
Gramophone Company Blumlein300 300N-0 300 0 ES,mil
Harmony 1929 - 1931 250 -5 JP
His Master's Voice (Brit.) some, re-releases of acoustics mastered 1909-1926 800N-12 800 -12 mm
His Master's Voice (Brit.) 1925 - 1931 British, with Δ after matrix no. [W.E.] 250 W.E.mike PC
His Master's Voice (Brit.) 1931 - 1953, prod. by EMI(UK) European 78 250N-0 250 0 ia,GH,mm,JP,RF
His Master's Voice (Brit.) 1932 - 1949, with ◊ after matrix no. 500-FLAT 500 0, later -12 PC
His Master's Voice (Brit.) 11/1943 - 7/1953, EMI UK, matrix nos. from 2EA17501 to 0EA17576 500-FLAT 500N-0 500 0 PC
Hispanophone 1926 - 1931 , with Δ after matrix no. [W.E.] 250 W.E.mike PC
Hit of the Week 1930 - 1932 500 -5 or -8.5 ES,mil,JP
Homochord 1926 - 1928, matrix no. HH, JJ, HR, JR, Ee (made by Gramophone Co.) [W.E.] 250 W.E.mike PC
Hugophone 1925 - 1931, with W in a circle [W.E.] 250 W.E.mike PC
Hugophone 1931 - 1944, with © before matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Jewel 1926 - 1929, an ARC label from 1929 500-FLAT 500N-0 500 0 JP
Keynote 500-FLAT 500N-0 500 0 ES
Keynote 1940s 500 -12 JP
King 1946 - 1953, since 1953 => RIAA 500 -8.5 or -16 ES,mil,JP
Lincoln sublabel of Cameo, 1926 - 1929, probably W.E. [W.E.] 250 -5 / W.E. JP
Linguaphone 1926 - 1933, with M in a circle BBC 2dB/oct. PC
Linguaphone Blumlein300 300N-0 300 0 ES,mil
L'Oiseau-Lyre 1944 - 1955, ffrr, prod. by Decca UK, Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 PC
London 1948 - 1955, ffrr, prod. by Decca UK, Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 PC,mil,JP
MacGregor 1930 - 1950s, a Hollywood recording studio; produced by Brunswick, ARC, Capitol,...; various EQs (250-5, 250-8, 400-12.7, 500-12) mm,JP,AT
Majestic 1942 - 1948 500 -16 ES,JP
Marsh Laboratories (electrical) 1000 0 ES
Melotone 1931 - 1938, a Brunswick budget label; see Brunswick (Amer.)
Mercury 1945 - 1953; approx. to matrix YB9700; since late 1953 => RIAA AES 400N-12.3 400 -12.3 ia,ES,mm,JP,Mc
MGM (American) founded 1946; up to E3071 MGM [MGM] 500N-12 500 -12 ia,ES,mil,JP,RF
MGM (British) 1949 - 7/1953, matrix no. 0SM420 500-FLAT 500N-0 500 0 PC
Musicraft  ??? RCA Old Ortho.??? 700-800 -13.7 ES,mil
Musicraft 500 -8.5 or -12 JP
Nat. Gramophonic Soc. 1926 - 1933, with M in a circle, cat. HHH to TTT and NGS.65 to NGS.102 BBC 2dB/oct. PC
Nixa 1950 - ?, Britain, shellacs produced by Decca UK Decca 78 300N-5.5 300 -5.7 ris
Octacros 1931 - ?, Britain, a Synchrophone label Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Odeon some early electricals 800 0 ES,mil
Odeon 1925 - 1928, with W in a circle (a Lindström label) [W.E.] 250 W.E.mike PC
Odeon 1928 - 1936, matrix with ₤ in a circle ( a Lindström label); bass shelf at 100Hz 400 C 0 PC
Odeon 1931 - 1944, with © before matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Odeon to 1953, (1926 sub. of Brit. Columbia , 1931 sub. of EMI) Blumlein300 300N-0 300 0 ES,mil
OKeh 1926 - 1935, a Columbia label since 1926 [W.E.] 250 -5 / W.E. AT,JP,mm
OKeh 1931 - 1935, some; probably American78 American 78 250N-8 250-300 0 or -8.5 ES,mil
OKeh 1940 - 1945 and 1951 - 1955; since 1955 => RIAA Columbia 78 300N-16 300 -16 AT,JP
Oriole 1926 - 1929, an ARC label from 1926 500 -5 JP
Parlophone (Amer.,Brit.) 1925 - 1931, with W in a circle [W.E.] 250 -5 / W.E. PC,JP
Parlophone (British) 1925 - 1953 European 78 250N-0 250 0 GH,ES
Parlophone (British) 1931 - 1944, with © before matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Parlophone (British) 1932 - 1949, with W in a circle or matrix prefix W (US COL/OKeh re-issues for UK) 500-FLAT 500 0, later -12 PC
Parlophone (British) 1949 - 7/1953, EMI UK, matrix nos. from CE14643 to CE14689 500-FLAT 500N-0 500 0 ia,PC,JP,RF
Parlophone-Odeon 1925 - 1928, Odeon in Brit.; with W in a circle [W.E.] 250 W.E.mike PC
Parlophone-Odeon 1928/29, Odeon in Brit.; matrix with ₤ in a circle, bass shelf at 100Hz 400 C 0 PC
Pathé (American) 1926 - 1929, probably W.E., some 500-5; an ARC label from 1929 [W.E.] 250 -5 / W.E. JP
Pathé (French) 1931 - 1944, with © before matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Perfect 1926 - 1929, probably W.E., sublabel of Pathé (Amer.) [W.E.] 250 -5 / W.E. JP
Philips to 1953 Philips 400N-6 400 -6 mm
Polydor sub-label of Deutsche Grammophon 300 -10 ES,mil
Radiofunken Telefunken 400N-0 400 0 mil
RCA Victor 12/1931 - 2/1932 "long-playing" shellacs, N-groove, played at 33⅓ rpm ≈Old Ortho. 500N-13.7 500 or up -13.7 RM,PC
RCA Victor 1931 ca., test disc Victor 84522 without treble pre-emphasis 500-FLAT 500N-0 500-600 0 PC,ES
RCA Victor 1931 - 1938, used high cut at 5500 Hz [R-B] ≈Old Ortho. 500N-13.7 500 or up -13.7 RM,PC
RCA Victor 1938 - 1947, used High Cut at 8500 Hz, [R-C] Old Ortho. 500N-13.7 500 -13.7 RM,PC,ia,JP,ES, mil
RCA Victor 1941 - 1947 (some to 1952) Old RCA 800N-8 800 -8 mm
RCA Victor 1947 - 1951 [R-D] RCA 45 800N-13.7 800 -13.7 mm
RCA Victor 1947 - Aug 1952 [R-D] Old Ortho. 500N-13.7 500 -13.7 RM,ia,mm,JP,RF
RCA Victor since Aug 1952 => "New Orthophonic" = RIAA, from matrix E2RP4094 RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 RM,ES
RCA Victor (British) 1931 - ?, with swastika after matrix no., re-issued by EMI UK European 78 250N-0 250 0 PC
RCA Victor (British) 1931 - 1944, with □ after matrix no., re-issued by EMI UK, [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
RCA Victor (European) 1930 - 1950 European 78 250N-0 250 0 ES
Regal (American) 1926 - 1929, an ARC label from 1929 500 -5 JP
Regal (British) 1925 - 1931, with W in a circle [W.E.] 250 W.E.mike PC
Regal Zonophone (Brit.) budget label of EMI/Columbia European 78 250N-0 250 0 ES,mil
Regal Zonophone (Brit.) 1925 - 1931 UK, with Δ after matrix no. or with W in a circle [W.E.] 250 W.E.mike PC
Regal Zonophone (Brit.) 1931 - 1944, with © before matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Regal Zonophone (Brit.) 1932 - 1949, with W in a circle or matrix prefix W (US COL/OKeh reissues for UK) 500-FLAT 500 0, later -12 PC
Regal Zonophone (Brit.) 1949 - 7/1953, matrix no. CAR6800 500-FLAT 500N-0 500 0 JP
Romeo 1926 - 1929, sublabel of Cameo; probably W.E. [W.E.] 250 0 / W.E. JP
Scala 1926 - 1933, with M in a circle BBC 2dB/oct. PC
Schirmer 1000 -24 mil
Supraphone Czech, since 1932, a subsid.of Ultraphon Telefunken 400N-0 400 0 ES,mil
Synchrophone 1931 - ?, Britain Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Technichord American, all N78 from 1938 [TCH] Technichord 800N-12 800 -12 ES,mil,mm
Telefunken 1944 - 1955, ffrr, prod. by Decca UK, Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 mm,PC
Telefunken 1951-1953, (Telefunken + Decca UK = TELDEC since 1950) Telefunken 400N-0 400 0 mm
Tempo (American) Tempo Record Co. of America, Hollywood, CA; ca 1947 - late 1950s 500 -12 JP
Tempo (American) 400N-6 400 -6 mm
Theme sublabel of Tempo (Amer.) 500 -12 JP
Theme all N78 American 78 250N-6 250 -6 mm
Turicaphon Switzerland, 1930 - , a subsid.of Ultraphon Telefunken 400N-0 400 0
Ultraphon Europe 1929-1932, taken over by Telefunken Telefunken 400N-0 400 0 ES,mil
Unison 1926 - 1933, with M in a circle BBC 2dB/oct. PC
Victor 1925 - 1931, Western Electric System [W.E.] 200 - 300 0 to -7 ia,JP,ES,mil,mm
Victor Victor was taken over by RCA in 1930; see: RCA-Victor
Victor / Victrola 1925 - 1931, with VE in an oval or "Orthophonic Recording" or with Δ after matrix no. (recorded in Europe) [W.E.] 250 W.E.mike PC
Vocalion (American) a Brunswick label since 1924; see: Brunswick (Amer.)
Vocalion (British) 1926 - 1940; a Brunswick and since 1932 a Decca UK label European 78 250N-0 250 0 ES,mil
Vocalion (British) 1926 - 1933, to cat. X10029 A.0269 and K05312, with M in a circle BBC 2dB/oct. PC
Vocalion (British) 1944 - 1955, "ffrr", prod. by Decca UK, including V1000 series Decca 78 300N-5.5 300 -5,7 PC
Voice of the Stars 1931 - 1944, with © before matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Zonophone 1925 - 1931 UK, with Δ after matrix no. [W.E.] 250 W.E.mike PC
Zonophone 1931 - ?, with swastika after matrix no. European 78 250N-0 250 0 PC
Zonophone 1931 - 1944, with □ after matrix no., [Bc] Blumlein300 300N-0 300 0 PC
Anmerkungen:
  • [Bc] ... Aufgrund fallweiser Änderungen im Aufbau des Blumlein Cutters konnte dessen Aufnahmecharakteristik zwischen 180 Hz-FLAT und 500 Hz-FLAT liegen, was zu +/- 4 dB bei 50 Hz führt. Copeland schlägt 300 Hz als den Mittelwert vor.
  • [CAP] ... verwendete die eigene “Capitol curve” 400N-12.7. Mit “AES” 400N-12 entzerren!
  • [MGM] ... verwendeten eine spezielle “MGM curve” 500N-12. Mit “RCA Old Orthophonic” 500N-12.3 entzerren!
  • [R-D] ... Rolloff wird häufig zwischen 10 und 12 dB angegeben, aber das „Abflachen” auf ca. 10 dB bei 10 kHz war eine absichtliche Begrenzung in den Höhen, die in der Wiedergabe nicht aufgehoben werden darf. Eine Einstellung von 13,7 dB ist daher richtig!
  • [R-C] ... RCA empfiehlt die Wiedergabe mit „Old Ortho.“. Im Gegensatz zu späteren Jahren wurden hohe Frequenzen bei 8.500 Hz abgeschnitten (ohne Auswirkungen auf die Wiedergabe EQ!) [vgl. Moyer]
  • [R-B] ... Von ca. 1931 bis 1938 wurden die Höhen bereits bei 5.500 Hz abgeschnitten! Die Bass-Kurve ist durchaus etwas fragwürdig, weil sie ausgiebig durch elektronische Filter und mechanische Dämpfung modifiziert wurde. Jedoch fand RCA 500 Hz als den geeignetsten Mittelwert und verwendete diesen auch bei Neuaufnahmen von Matrizen vor 1938. Also grundsätzlich: gleichfalls „Old Ortho.“ für die Wiedergabe! [vgl. Moyer]
  • [TCH] ... Technichord verwendete die eigene “Technichord curve” 800N-12. Mit “RCA 45” 800N-12.3 entzerren!
  • [W.E.] ... Sehr frühe Columbia und Victor Aufnahmen (1926) haben eine Bass-Übergangsfrequenz von 250 oder 300 Hz, ihre Höhencharakteristik wird aber als linear (“flat”) beschrieben. Die hörbare Höhenanhebung war möglicherweise nur das Ergebnis von Resonanzspitzen der verwendeten frühen Western Electric Kondensator-Mikrofone. Zusatzinformationen dazu in diesem PDF. Die Testversion einer Wiedergabe-EQ für diese spezielle Mikrofon-Schneidkennlinien-Kombination ist hier als Download.

Frühe 33⅓ LP-Labels und ihre EQ

Nach der Einführung der 33⅓ Langspielplatte durch Columbia im Jahr 1948 (Vinylplatten mit einer engeren Rille, der Mikrorille oder “microgroove”, M33) experimentierten Plattenproduzenten sehr ausgiebig um die Möglichkeiten des neuen Mediums voll auszuschöpfen. Bass Shelving Filter wurden eingesetzt um die erforderliche Tiefenanhebung bei der Wiedergabe zu beschränken und der Verstärkungsfaktor erreichte – als Folge des erweiterten Frequenzumfanges – Werte von bis zu +/- 20 dB. Aufnahmecharakteristiken variierten also beträchtlich!

Die “schlechte Klangqualität” vieler früher LPs wird heute vorwiegend auf die falsche Wiedergabeentzerrung zurückgeführt.

Eine Vereinheitlichung dieser Vielfalt wurde erst mit der “New Orthophonic” Kurve von RCA erreicht, die unter dem Namen RIAA später die internationale Norm werden sollte. In Amerika gingen die meisten Platten-Labels um 1955 zu RIAA über – Europa schloss sich bis 1962 an.

Wie man RIAA Aufnahmen erkennt:

  • “ORTHOphonic” oder “New Orthophonic” (nach August 1952), “NARTB” oder “New NARTB” (nach Juni 1953) oder “New AES” (nach 1954) weisen auf die RIAA Kennline hin.
  • Die folgenden Plattenlabels sollten ausnahmslos immer RIAA verwendet haben: Argo, Bethlehem, Classic Editions, Chess, Clef, Composer Recordings, McIntosh, Montilla, New Jazz, Norgram, Prestige, Romany, Roulette, Savoy, Vocalion and Walden [High Fidelity Magazine, MidiMagic].
  • Ein “HiFi+” Zeichen auf amerikanischen Columbias oder bei deutschen Platten (zB Deutsche Grammophon) eine Katalognummer, die im auf die Spitze gestellten Dreieck steht, weisen auf RIAA hin.
  • Alle späteren Aufnahmen der unten gelisteten Labels sind RIAA.

Es wird hier vorausgesetzt, dass sie ihre Platten “flat”, also ohne analoge Wiedergabe-Entzerrung einspielen und dass sie die erforderliche Wiedergabe-EQ nach erfolgter Digitalisierung in Audacity’s Effekt > Equalizer anwenden.

In den Fällen, in denen die Angaben zur Wiedergabeentzerrung nicht übereinstimmen, werden diese unterschiedlichen Meinungen in der Liste aufgeführt und sie sollten die Entscheidung nach Gehör treffen.


Table 3: Early 33⅓ LP Labels And Their EQ

Label Remarks Curve Name Code turnover
bass [Hz]
bass
shelf
treble rolloff
[dB @ 10kHz]
Source
Allegro 1948 - 1956 Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES
Allied to 1958 NAB or Col.LP 500?-16 500 B/C -16 JP,Hi,ES,mil,mm
American Recording Society to matrix E2KP9607, mastered by RCA Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 ES,Mc
American Recording Society to 1958 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,mm,JP
Angel (2XEA213-392/XAX561-817)(1N,2N) 500-FLAT 500N-0 500 N 0 ES
Angel to 1952; to 35022 Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 mil,mm,RF,Mc
Arizona to Sept(?) 1955 Capitol [CAP] 400N-12.7 400 N -12,7 Hi,ES,mil,mm,JP
Artist NAB 500B-16 500 B -16 GH,mil
Atlantic to 1953, produced by MGM NAB 500B-16 500 B -16 ES,mil,mm,JP,Mc
Audio Fidelity no. 901-903 NAB 500B-16 500 B -16 ES,mm,JP,RF
Audiophile 1952 - 1976 (!); regular 33⅓ LPs up to AP-125; may also be replayed with "flat" treble; probably never used RIAA Audiophile33 600N-10 600 N -10.3 RH,AT
Bach Guild sublabel of Vanguard; BG-501 to 529 (1950 to 52) Columbia LP 500C-16 500 C -16 GH,ES,Hk,Hi,AT
Banner to 10002 Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mil,mm
Bartók to 1952 Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mm
Bartók 1952-1953 AES 400N-12.3 400 N -12.3 mm
Bartók no. 301-307, 309, 906-920 Bartok 630C-16 629 C -16 ES,mil,mm,JP,Mc
Bartók no. 308, 310-11, 901-05 and from 921 RIAA 500R-13.7 500 R -13,7 Hi
Blue Note to Sept(?) 1955, 33⅓ and 45s AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mil,mm,JP, Hk,Mc
Bluebird Bluebird Classic (BC), a sublabel of RCA, see: RCA-Victor
Boston to 1958, up to B202 Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,ES,mil,mm,JP, RF
Brunswick to matrix MG4400; with raised matrix** Old RCA 800N-8 800 N -8 ES
Brunswick 1951-1955 AES 400N-12.3 400 N -12.3 mm
Caedmon (American) founded 1952, TC1002 - TC1022 (1955) Bartok 630N-16 629 N -16 Hi,ES,mil,mm,JP
Caedmon (American) 629 -11 or -12 ES,Mc
Caedmon (British) early LPs "made in England", from 1953 CCIR 78 350N-10.5 350 N -10,5 PC
Canyon to C6160 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mil,mm,JP, Hk,Mc
Capitol / Capitol-Cetra 1949 - 1955 (sold to EMI-UK in 1955); 33⅓, Capitol [CAP] 400N-12.7 400 N -12,7 Hi,ES,mm,JP,RF, Hk,Mc
Capitol / Capitol-Cetra 1949 - 1954; 45 rpm NAB 500B-16 500 B -16 GH,mm
Capitol to 1954, weak bass on 45 rpm can be improved (+ 4.5 dB) by 800 Hz t/o 500 -12 ES,Mc
Cetra-Soria Am. releases of Cetra, 1948-1953 (Cetra-Soria sold to Capitol) Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,GH,ES,mm,JP, RF
Colosseum AES 400N-12.3 400 N -12.3 ES,mil,RF,Mc
Colosseum to Jan 1954 NAB 500B-16 500 B -16 Hi,mm,JP,RF
Colosseum some long operas 1000 -5 ES
Columbia (American) 1947-1955; to matrix ML4895, XLP3200 Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,GH,ES,mil,mm, JP,RF,Hk
Columbia (American) 1948 - 1953; 45 rpm NAB 500B-16 500 B -16 ES,mm,Mc
Columbia (American) 45 rpm AES 400N-12.3 400 N -12.3 JP
Columbia (American) 1955 - ; after matrix XLP3200 or with "HiFi+" sticker RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 ES
Columbia (British) 1949 - 7/1953, matrix nos. LPs: from XA561 to XAX817; XRX12; EPs: 7TCA 7, 7TCO 6; SPs: 7XCA185, 7XCO 87 500-FLAT 500N-0 500 N 0 PC,ES
Concert Hall (American) most! 1948-1954, XTV matrix to 20383 (low take nos) produced by COL Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,ES,mm,JP,RF
Concert Hall E0 matrix, mastered by RCA, ca. 1950/51 Old RCA 800N-8 800 N -8 ES
Concert Hall E1KP/E2KP matrix, mastered by RCA, ca. 1951/53 Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 ES
Concert Hall marked AES, AES 400N-12.3 400 N -12.3 mil,mm,RF,Mc
Concert Hall CH matrix? 500 -10 ES
Concert Hall matrix E2RP from 4095 / E2KP from 9607 RIAA 500R-13.7 500 R -13,7 ES
Concert Hall (British) to 1956 (or 1954) London LP 500C-10.5 500 C -10.5 Hi,mm,JP
Contemporary 2001-02, 2501-02, 2505, 2507, 3501 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mm,JP,Mc
Contemporary 2504 NAB 500B-16 500 B -16 Hi,ES,mm
Contemporary after matrix AP121 RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 ES
Cook to 1958(?), regular mono records Cook 500 N var. -12 to -15 ES,mm
Cook Cook Laboratories NAB 500B-16 500 B -16 JP
Cook (binaural) inside band -0 rolloff, outs.-11 dB 500 0 ins./-11 outs. Hi,ES,mil,mm
Coral sublabel of Decca (Amer.), est. 1949, up to MG4400, with raised matrix Old RCA 800N-8 800 N -8 ES
Coral AES 400N-12.3 400 N -12.3 JP,Mc
Coral to 1958(?) NAB 500B-16 500 B -16 Hi,mm,JP
Decca (American) up to MG4400, with raised matrix Old RCA 800N-8 800 N -8 ES
Decca (American) 1949-1951 London LP 500C-10.5 500 C -10.5 mm
Decca (American) 1953, 33⅓ and 45 rpm AES 400N-12.3 400 N -12.3 mm,JP,RF
Decca (American) 1953 - Nov 1955, 33⅓ and 45 rpm NAB 500B-16 500 B -16 Hi,mm,JP,RF
Decca (British) 1950-1956 London LP 500C-10.5 500 C -10.5 mm
Decca (British) ffrr (from ARL1186-1B)***  ???London 500 -10 ES
Decca (British) ffrr (after 6/50)*** 500-FLAT 500N-0 500 N 0 ES
Decca (British) ffrr (from ARL2530-2A) RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 ES
Decca (European) 1949 - 1954, (Telefunken + Decca UK = TELDEC since 1950) Telefunken 400N-0 400 N 0 mm
Decca (European) some 1954-1962 CCIR 78 350N-10.5 350 N -10.5 mm
Decca (European) most from 1954 RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 mm
Decca ffrr 1951 [Disputed!][1] 300 -14 JP,RF
Deutsche Grammophon alias "DGG" LP -10 ES
Deutsche Grammophon 1952 - 1955, early LPs, cat. no in a rectangle, bass shelf 50 Hz IEC N78 350A-10.5 350 A -10.5 PC,GH,RB
Deutsche Grammophon cat. no. in an inverted triangle (RIAA symbol) RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 PC
Deutsche Grammophon 1957, test disc DG 99105, possibly the only disc to DIN 45533 TELDEC 500R-11 500 R -11 PC
Dial 1948 - 1954, 33⅓ and 45 rpm, bass of EP 45s can be improved by 700Hz t/o Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mil,mm,JP
Dot to 1958, 33⅓ and 45 rpm AES 400N-12.3 400 N -12.3 mm
Ducretet Thomson 10/1954 - 1958, British releases issued by London/Decca UK London LP 500C-10.5 500 C -10.5 RF
Elektra EKL 2-15, 18-20, 24-26 (rel. 1952-55) Bartok 630N-16 629 N -16 Hi,ES,mm,JP,Mc
Elektra EKL 17, 22 (released 1954) AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mm,JP
Elektra EKL 16, 21, 23 (rel. 1955) and from 27 up RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 Hi,ES,mm
EMI-Angel to 1952, Deutsche Grammophon releases in US Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 mm
EMI-HMV 1949 - 1953; matrix 2XEA213-392/XAX561-817 (1N,2N) 33⅓ and 45 rpm 500-FLAT 500N-0 500 N 0 ES
EMI-HMV 1951 - 1954 NAB 500B-16 500 B -16 mm
EMI-HMV 1954 - 1958? Columbia LP 500C-16 500 C -16 mm,JP
EMI-HMV since July 1953 RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 ES,PC
EMS 1951 - 1956 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mil,mm,JP, RF,Hk,Mc
Epic 1948 - 1954, a Columbia sublabel Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mil,mm,JP,RF
Esoteric ES 500,517 and EST 5,6 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mil,mm,JP
Esoteric to matrix E2KP 9607, mastered by RCA; from ES 533 => RIAA Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 ES,Mc
Festival to 1955 Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mil,mm
Folkways 1948 - 1955; all Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,ES,mm,JP,RF
Fraternity Records up to F-1013 500-FLAT 500N-0 500 N 0 ES
Good-Time Jazz 1, 5-8 NAB 500B-16 500 B -16 Hi,ES,mm,JP
Good-Time Jazz 3, 9-19 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mm,JP,Mc
Good-Time Jazz 2, 4, 20 and up; since Oct 1955 => RIAA RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 Hi,mm
Handel Society sublabel of Concert Hall, mostly produced by COL, 1951-1954; others see Concert Hall Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mil,mm
Haydn Society sublabel of Urania; to matrix XTV20383, mastered by COL; to cat. HS-3062, HSL-84; 1949 to 1954 Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,ES,mil,mm,JP, Hk,AT
His Master's Voice (Amer.) sublabel of RCA; to 1952; since Aug 1952 => "New Ortho." = RIAA Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 ES,GH,RM
His Master's Voice (British) 1949 - 7/1953, EMI-UK, matrix nos. LPs: 2XEA213 - 392 and 0XAV145; EPs: 7TEA 19, 7TAV 28; SPs: 7XBA14 - 21 and 7XCS 23, 7XLA 2, 7XRA 30, 7XSB 6, 7XVH 70, 7XEA688, 7XAV227 500-FLAT 500N-0 500 N 0 PC,ES
His Master's Voice (British) Columbia LP 500C-16 500 C -16 GH,JP,RF
Kapp no. 100-103, 1000-1001 Kapp 800N-16 800 N -16 Hi,ES,mil,mm,JP
Kendall to 1958(?) NAB 500B-16 500 B -16 Hi,ES,mil,mm,JP
L'Oiseau-Lyre to 1954, to matrix OL50018, prod. by Decca London LP 500C-10.5 500 C -10.5 Hi,ES,mil,mm,JP
London first few Columbia LP 500C-16 500 C -16 mm
London ffrr; after 6/1950***; to matrix ARL1186-1B 500-FLAT 500N-0 500 N 0 ES
London ffrr; to LL-846; to matrix ARL2530-2A London LP 500C-10.5 500 C -10.5 Hi,mil,mm,ES
Lyrichord 1948 - 1951, XTV matrix, mastered by COL Columbia LP 500C-16 500 C -16 mil,mm,JP,RF,ES
Lyrichord 1951 - 1957(?) NAB 500B-16 500 B -16 Hi,mm
Lyrichord 1950 - 1952, mastered by RCA Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 PC
Lyrichord 400 -16 mil,JP,RF
Lyrichord before 1953, (E0-E3 matrix)  ???AES 400 -12 ES
Lyrichord if labeled "629" Bartok 630C-16 629 C -16 ES,mil,JP,Mc
Mercury 1948 - 1952, marked "2000Hz/3dB p.octave", MG10000 series 500 -7 (3 dB/oct.) PC,ES
Mercury 1953 - Oct 1954, 33⅓ and 45s, to matrix MG50026, 7000 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mil,mm,JP, PC,Hk,Mc
MGM to 1952 NAB 500B-16 500 B -16 GH,mm
MGM to 1953; to matrix M-G-M E3071; 33⅓ and 45 rpm; bass of 45s can be improved by 700 Hz MGM [MGM] 500N-12 500 N -12 ES,mm,JP,Hk,AT, Mc
MGM (British) 1949 - 7/1953, matrix nos. SPs: 7XSM203 500-FLAT 500N-0 500 N 0 PC
Music Treasures all Columbia LP 500C-16 500 C -16 mm
New Records to 1954 Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mil,mm
New Records mastered by RCA Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 ES
Nixa (British) 1950 (founded) to 1955, US matrixes from Westminster Columbia LP 500C-16 500 C -16 mm,PC
Nixa (British) to 1955, if labeled AES AES 400N-12.3 400 N -12.3 mm
Nixa (British) to 1955, if labeled NAB NAB 500B-16 500 B -16 mm
Nixa (British) US matrixes from Polymusic or Urania; mastered by RCA Victor Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 PC
Nixa (British) US matrixes from Lyrichord; see: Lyrichord PC
Nocturne LP1-LP3 ,LP5; XP1-XP10 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mil,mm,JP
Oceanic to 1958; to matrix XTV20383, low take nos. Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,ES,mil,mm,JP, Hk
Odeon 300 -10 ES
Overtone nos. 1-5 produced by COL; from no. 6 => RIAA Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,TP,AT
Oxford to 1958? Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,ES,mil,mm,JP
Pacific Jazz to 1953 Pacific Jazz 500C-12 500 C -12 mm
Pacific Jazz PJLP 1-13; 10" LPs issued in 1953/54 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mil,mm,JP
Parlophone 1947-1954 300 -10 ES
Parlophone 1949 - 7/1953, EMI UK, matrix nos. LPs: XEX 60; SPs: 7XCE135; (EPs were probably all RIAA) 500-FLAT 500N-0 500 N 0 PC,ES
Period 1949-1953; up to 576 NAB 500B-16 500 B -16 ES,mil,mm,Mc
Philharmonia to 1958? AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mil,mm,JP, Hk,Mc
Philips to 1953, 33⅓ and 45s Philips 400N-6 400 N -6 mm
Philips (British) 1953 - ?, LPs with re-issues of 78s masters CCIR 78 350N-10.5 350 N -10.5 PC,RB
Polydor sub-label of Deutsche Grammophon 300 -10 ES,mil
Polymusic to 1958 (regular mono records) NAB 500B-16 500 B -16 ES,mil,mm,JP,RF
Polymusic (binaural) inside band -0 rolloff, outs.-11 dB (Cook system) 500 0 ins./-11 outs. Hi,ES,mil,mm
Rachmaninoff Society to 1958? Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mil,mm
RCA Victor 1949 - 1950, some 33⅓ and 45s; matrix from D9 to E0LRC3980 Old RCA 800N-8 800 N -8 or -10 ES,mm,Mc
RCA Victor 1949 - 8/1952, first 45 rpm discs (also some 33⅓) RCA 45 [R-D] 800N-13.7 800 N -13.7 RM,mm,PC
RCA Victor 1950 - 8/1952, 33⅓ only; matrix from E0LRC3981 Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 RM,ES,mm,JP,PC, Hk
RCA Victor since Aug. 1952: "New Orthophonic"; all LM,WDM,DM cat. from 1701; LCT,WCT from 1112; all LHMV,WHMV,LBC,WBC and Extended Play 45s; (from E2RP4094) RIAA 500R-13.7 500 R -13.7 RM,Hi,GH,ES,PC
Remington to 1958(?); to matrix 199-135 NAB 500B-16 500 B -16 Hi,ES,mm,JP,Mc
Renaissance 1949 - 1952 Columbia LP 500C-16 500 C -16 mm
Renaissance 1952 - 1954 Pacific Jazz 500C-12 500 C -12 ES,mil,mm,Mc
Riverside to Sept (?) 1955 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,ES,mil,mm,JP
Stradivari to 1958 Columbia LP 500C-16 500 C -16 ES,mil,mm
Telefunken 1951 - 1953, (Telefunken + Decca UK = TELDEC since 1950) Telefunken 400N-0 400 N 0 mil,mm
Telefunken 1954 - 1962 CCIR 78 350N-10.5 350 N -10.5 mm,RB
Tempo 1948 - 1953 Columbia LP 500C-16 500 C -16 mm
Tempo 1954 - 1958(?) NAB 500B-16 500 B -16 Hi,GH,ES,mm,JP
Transradio to 1958(?) Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,ES,mm,JP
Urania most; to matrix XTV20383 (low take nos), mastered by COL; 1949 to 1954; since 1953 change to RIAA Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,mil,mm,ES,Hk, AT
Urania Cat. nos. URLP 224, 603, 7059, 7063, 7065, 7066, 7069; ca 1952/53 AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,mm,JP,Mc,AT
Urania to matrix E2KP9243, mastered by RCA; 1950 to 1953 Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 PC,ES,AT
Vanguard VRS 411-42, 6000-18, up to XTV20386; VRS 7001-11, 8001-04; since 1954 RIAA Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,ES,JP,GH,Hk AT
Vox 1948 - 1954; up to matrix XTV20386, PL8400 or labeled "Lp"; mastered by COL Columbia LP 500C-16 500 C -16 GH,mil,mm,JP,ES, PC,Hk
Vox labeled AES AES 400N-12.3 400 N -12.3 mm
Vox 1951 - Oct 1954 NAB 500B-16 500 B -16 Hi,mil,mm,JP,RF
Westminster 1948 - Oct 1955, to matrix XTV20383 low take nos.; mastered by Columbia Columbia LP 500C-16 500 C -16 Hi,ES,mil,mm,JP, PC
Westminster EO matrix Old RCA 800N-8 800 N -8 ES
Westminster to matrix E2KP9607, mastered by RCA Old Ortho. [R-D] 500N-13.7 500 N 13.7 ES
Westminster labeled AES AES 400N-12.3 400 N -12.3 Hi,mil,mm,JP,RF
Westminster labeled NARTB NAB 500B-16 500 B -16 GH,JP


Anmerkungen:
  • [1] ... Strittig! Diese EQ geht auf Langford-Smith (1952) zurück, der vage eine “London LP curve (Jan. 1951)” beschreibt. Powell versteht diese als 300Hz (falsch!) und -14 dB (richtig!). Copeland beschreibt sie treffender mit 234Hz / 1989Hz, hält sie aber für unglaubwürdig. Keine Nachweise einer Verwendung.
  • [CAP] ... verwendete die eigene “Capitol curve” 400N-12.7. Mit “AES” 400N-12 entzerren!
  • [MGM] ... verwendeten eine spezielle “MGM curve” 500N-12. Mit “RCA Old Orthophonic” 500N-12.3 entzerren!
  • [R-D] ... Rolloff wird häufig zwischen 10 und 12 dB angegeben, aber das „Abflachen” auf ca. 10 dB bei 10 kHz war eine absichtliche Begrenzung in den Höhen, die in der Wiedergabe nicht aufgehoben werden darf. Eine Einstellung von 13,7 dB ist daher richtig!
  • [R-C] ... RCA empfiehlt die Wiedergabe mit „Old Ortho.“. Im Gegensatz zu späteren Jahren wurden hohe Frequenzen bei 8.500 Hz abgeschnitten (ohne Auswirkungen auf die Wiedergabe EQ!) [vgl. Moyer]
  • [R-B] ... Von ca. 1931 bis 1938 wurden die Höhen bereits bei 5.500 Hz abgeschnitten! Die Bass-Kurve ist durchaus etwas fragwürdig, weil sie ausgiebig durch elektronische Filter und mechanische Dämpfung modifiziert wurde. Jedoch fand RCA 500 Hz als den geeignetsten Mittelwert und verwendete diesen auch bei Neuaufnahmen von Matrizen vor 1938. Also grundsätzlich: gleichfalls „Old Ortho.“ für die Wiedergabe! [vgl. Moyer]

Quellen, Links und Literaturliste

Quellen:

  • AT ... Audacity Team, eigene Forschung
  • ES ... Esoteric Sound und die überarbeitet EQ Liste aus dem Manual des Re-Equalizer Vorverstärkers; darin sind sehr hilfreiche Tips wie LPs anhand der Matrix-Nummer identifiziert werden können (britische London / Decca, amerikanische Decca, amerikanische Columbia, RCA Victor). Bitte beachten sie, dass Einstellwerte des Re-Equalizers angegeben werden, die in Parameter der EQ-Kurve rückübersetzt werden müssen.
  • GH ... Graumann, Heinz; Schallplatten-Schneidkennlinien und ihre Entzerrung, in: FUNKSCHAU 1958, Heft 15, S. 359 ff
  • Hi ... High Fidelity Magazine, Oktober 1955 mit überarbeiteter “Dialing Your Disks” Tabelle.
  • ia ... iasa – International Association of Sound and Audiovisual Archives: replay EQ
  • JP ... James R. Powell Jr., “Audiophile’s Guide to Phonorecord Playback Equalizer Settings”, in: ARSC Journal 20-1, Frühjahr 1989, S. 14-23
  • Mc ... McIntosh Audio Compensator C-8 Manual (1956). Bitte beachten Sie, dass McIntosh die "Columbia LP" Entzerrung bei allen Labels fälschlich mit 750 Hz listet.
  • mil ... Millennia Music and Media Systems, Hersteller des LOCi Entzerrmodulsund anderer professioneller High-End Aufnahmegeräte. Ihre EQ Tabelle war ursprünglich Teil des Handbuchs für den LPE-2 Vorverstärker. Eine überarbeitete Fassung erschien 2010 als “MM Legacy Recordings“ Tabelle.
  • mm ... MidiMagic ist vermutlich die umfassendste und verlässlichste Web-Resource. Die Daten wurden in den 1970ern recherchiert und stammen aus Publikationen der 1950er Jahre.
  • PC ...Peter Copeland, Manual of Analogue Sound Restoration Techniques, The British Library, 2014
  • RB ... Richard Brice auf PspatialAudio
  • RF ... Russell Fisher / W.A.M.S. (Wolverine Antique Music Society)
  • RM ... Robert C. Moyer, Evolution of a Recording Curve; in: Audio Engineering, vol.37, no.7, July 1953; S 19-22, 53-54 (über RCA New Othophonic und frühere Entzerrkurven)
  • TP ... Tom Packard von Packburn Electronics, Inc. Persönliche Korrespondenz über Overtone.
  • Diskographische Informationen über Katalognummern, Matrixnummern und Erscheinungsdaten stammen von Both Sides Now, The Online Discographical Project, 45worlds (die auch 78 rpm und LPs zeigen), Decca Classical Diskographie von Philip Stuart (Fassung Juli 2009), Record Information Services (UK Nachkriegs-Labels), Yale University, Music Cataloging, Grammophon-Platten.de (Deutsche/Europäische Labels) und Discogs (Datenbank und Handelsplattform) sowie von auf einzelne Labels spezialisierten Diskographien.

Empfohlene analoge Quellen:

  • James R. Powell, Jr. und Randall G. Stehle, "Playback Equalizer Settings for 78 RPM Recordings", Dritte Auflage, Gramophone Adventures, Portage, MI, 1993, 2002, 2007. Auflistung von Powells subjektiven Empfehlungen von Owl 1 Einstellungen für ca. 1800 Platten / 400 Labels (meist Amerikanische und Jazz). Nachdruck der 3. Aufl. erhältlich bei Nauck’s.
  • Fritz Langford-Smith, Radiotron Designer's Handbook, Wireless Press, Sydney, Vierte Auflage, 1952.
  • James Moir, High Quality Sound Reproduction, Chapman & Hall Ltd., London, 1958
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